Preisträger 2016

17. landesweiter Schulvideowettbewerb

 

1. Preis

"Sigi Sorglos", Förderzentrum "Pestalozzi" Waren

Der Film, besticht durch seinen tragik-komischen Realismus und seine angemessene Form. Besonders die schauspielerischen Leistungen sind beeindruckend und verweisen authentisch auf das schulische Milieu der Spieler. Die verschiedenen Charaktere sind von den Schülern überzeugend und originell dargestellt und nehmen den Zuschauer für sich oder gegen sich ein. Besonders beeindruckend für die Jury war es, wie die Macher den schwierigen Spagat zwischen Ernst und Spaß und zwischen Inhalt und filmischer Form gefunden haben.

 

2. Preis

 "Punktkäppchen", Jenaplanschule Rostock

Dieser Film punktet zweifellos durch seine Frische, Spontanität und Originalität der Spieler, dem Witz der Story und die filmische Auflösung komplexer Vorgänge. Der große Spaß der Macher übertrug sich mitreißend auf das Publikum und sorgte für eine rundum gute Stimmung. Besonders hervorheben möchte die Jury das Spiel des Punktkäppchens und der Hexe, die eindrucksvolle Kameraarbeit und die stimmige Musikauswahl. Fazit: Märchen, Rap und Neue Medien gehören einfach zusammen.

 

3. Preis

"Die Geschichte von Wahid Yar-Mohammadi", Europaschule Rövershagen

Der Film oder besser die persönliche Geschichte des Wahid löste starke Emotionen beim Publikums aus. Die Jury ist sich einig darüber, dass die Einfachheit der filmischen Form die Wirkung des Dokumentarfilms verstärkte.  Den Machern ist es gelungen, ein solches Vertrauen zu Wahid herzustellen, dass er bereit ist, die für tausende Flüchtlinge stehende Geschichte in einem einsamen Monolog  zu erzählen. Dabei muss der Mut der Macher zur Verknappung und Konzentration auf das Wesentliche hervorgehoben werden.

 

19. Landesweiter Jugendvideowettbewerb "Die große Klappe"

 

"Die große Klappe"

Zuhause

Die große Klappe vergeben wir dieses Jahr an einen in diesem Wettbewerb handwerklich herausragenden Film. Seine professionelle Produktion war ihm ebenso anzusehen wie ein Reifeprozess des Regisseurs, der für seine Geschichte eigenständige und beständige Entscheidungen getroffen hat, die ihn zu einem rundum passenden Endergebnis geführt haben. Schauspieler und Drehorte waren gut gewählt, die Dramaturgie stimmte, auch die Postproduktion hat ganze Arbeit geleistet: Die Geschichte ging auf, sie löste Emotionen bei uns aus.

„Wo bin ich zu Hause?“ ist eine wichtige Frage in der heutigen Zeit und wir haben einmal mehr gelernt, dass es nie falsch sein kann, immer wieder eine neue Antwort für sich selbst zu finden: Suchen ist gesund!

 

"Das dritte Auge"

Willst du mit mir gehen?

Wir vergeben das dritte Auge heute an eine Kameraführung, die durch Reduktion viel erreicht hat - nicht durch Effekthascherei, nicht durch unnötige Bewegung. Sie hat sich darauf konzentriert, die Geschichte voranzubringen und den Fokus auf die Schauspieler, nicht auf sich selbst gelegt. Jedes Bild war eine Entscheidung, hatte einen Grund – und jedes Bild überraschte durch Außergewöhnlichkeit bzw. außergewöhnliche Schönheit. Wir haben bildgestalterisch die penible Vorbereitung erkannt, die sich ausgezahlt hat und gar mögliche dramaturgische Längen ausgleichen konnte.

 

"Der spitze Stachel"

Der gelangweilte Maharadscha

Der spitze Stachel geht an einen Film, der es geschafft hat, trotz seiner relativ kurzen Spielzeit eine ganze Menge an verschiedenen Themen anzureißen. War zu Beginn noch die kindliche Stop-Motion-Auseinandersetzung mit Wahrnehmungsvielfalt und Akzeptanz a Beispiel einer fremden Kultur auszumachen, überraschte er uns an seinem Ende mit einem postmodernen Bruch, der einiges über Diskussions- und Rezeptionskultur bzw. den Umgang mit Medien in unserer heutigen Gesellschaft auszusagen vermochte. Diese Reflektionsfähigkeit auch mit dem Medium Film erkennen wir an.

 

"Publikumspreis"

"Das Pflaumenkomplott, Kunsthaus Neustrelitz

 

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